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Emsdettener Volkszeitung: Von Kritik, Forderungen und Tierwohl

Emsdettener Volkszeitung: Von Kritik, Forderungen und Tierwohl

Schulze Föcking referiert vor Landwirten

EMSDETTEN. Die Einschätzungen zur NRW-Agrarpolitik von Christina Schulze Föcking (CDU) standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung vom Landwirtschaftlichen Ortsverband Emsdetten, zu der sich 70 Bauern im Gasthaus Budde-Heimann versammelt hatten.

Zunächst aber trug Schriftführer Stefan Eggers einen kurzen Rückblick vor, Anja Dorstel den Kassenbericht. Ewald Middelhoff wurde als neuen Kassenprüfer für Andreas Dieckmann gewählt.

Schulze Föcking, CDU-Landtagsabgeordnete aus Steinfurt und selbst Landwirtin, sprach zum aktuellen Geschehen in der Agrarpolitik. Obwohl der Beruf des Landwirts eine sehr verantwortungsvolle und enorm wichtige Tätigkeit für die wachsende Weltbevölkerung darstelle, sähen sich die Betriebe ständiger Kritik und immer weitergehenderen Forderungen, insbesondere im Bereich Tierhaltung und Umwelt, ausgesetzt.

Sie bemängelte die Vorgehensweise des Landwirtschaftsministers Johannes Remmel (Grüne), bei Reformvorschlägen oder Erlässen immer noch etwas „oben drauf“ zu packen.

Für Wettbewerbsgerechtigkeit sorge dies nicht, NRW solle hier keine Sonderwege gehen, meinte die Rednerin. Die Initiative „Tierwohl“ des Bauernverbandes hält Schulze Föcking für den richtigen Weg, um weiteres Ordnungsrecht abzuwenden. Allerdings ist sie gegen das von der Landesregierung eingeführte Verbandsklagerecht für Tierschutzvereine, da nun zum Teil Organisationen zugelassen würden, die in der Vergangenheit kriminell auffielen.

Beitragsänderungen

Im Anschluss berichtete Jörg Müller von der WLV-Kreisstelle in Saerbeck über Beitragsänderungen bei Kranken- oder Alterskasse. Er stellte Möglichkeiten der Vertragsgestaltung, etwa bei mitarbeitenden Familienangehörigen, vor, informierte über die Bedingungen für den Leistungserhalt aus der Sozialversicherung.

Angesichts des aktuellen Auftretens der Afrikanischen Schweinepest in Litauen rief er zu erhöhter Achtsamkeit auf. Ein Ausbruch der für Menschen ungefährlichen Seuche hätte hierzulande enorme Konsequenzen für die Schweinehalter, weil es noch keinen Impfstoff gibt.

Der Ortsverband wird übrigens beim Emsdettener Frühjahrsmarkt mit einem Stand vertreten sein, um den Bürgern die Arbeit auf den modernen Bauernhöfen näher zu bringen.