Blog : Landrat

Westfälische Nachrichten: „Einer von uns“: Dr. Klaus Effing will Landrat im Kreis Steinfurt werden

Westfälische Nachrichten: „Einer von uns“: Dr. Klaus Effing will Landrat im Kreis Steinfurt werden

Die Kreis-CDU schickt den 46-jährigen Emsdettener Verwaltungsfachmann Dr. Klaus Effing ins Rennen um die Kubendorff-Nachfolge als Landrat des Kreises Steinfurt. Die CDU-Kreisvorsitzende Christina Schulze Föcking präsentierte die Spannung erwartete Personalie am Samstagvormittag in Rheine.

Dr. Effing leitet derzeit das Haupt- und Personalamt der Steinfurter KreisVerwaltung. Mitglied der CDU ist er seit 2008.

Schon am Freitagabend habe sie Dr. Effing dem CDU-Kreisvorstand, der Kreistags-Fraktion und allen Ortsvorsitzenden aus dem Kreis bei einer Versammlung in Wettringen vorgestellt, sagte Schulze Föcking. Die Versammlung habe sich einstimmig dafür ausgesprochen, Dr. Effing am 15. April offiziell in Stroetmanns Fabrik in Emsdetten als den CDU-Kandidaten für die Landratswahl am 13. September zu nominieren. Sie selbst sei fest davon überzeugt, dass Dr. Effing der richtige Kandidat sei. „Er ist fachlich hoch qualifiziert, kennt die Verwaltung bestens, kommt aus dem Kreis und kennt den Kreis und er hat das Herz auf auf dem rechten Fleck,“ sagte die Kreisvorsitzende.

Effing selbst betonte, er habe sich nicht selbst um die Kandidatur beworben, allenfalls „mal kurz im Traum“ daran gedacht. Als er dann von der Findungskommission angesprochen worden sei, habe er sich kurz mit seiner Familie beraten und dann gesagt: „Ja, das mache ich“. „Es gibt so Chancen, die kommen ein Mal, da muss man zupacken,“ führte er weiter aus. Das einstimme Votum am Freitagabend für seine Person sei „ganz überwältigend“ gewesen. „Die CDU wartet darauf, dass der Wahlkampf losgeht“, meinte er, und: „Wir fangen jetzt einfach an.“

Als Hauptamtsleiter der Kreisverwaltung fühle er sich ausgesprochen wohl, aber als Landrat könne er natürlich noch mehr bewegen. Er freue sich sehr auf diese Aufgabe. Natürlich habe er sich gefragt: „Kannst Du das?“ Seine Antwort: „Ich glaube, das kann ich, ja, ich bin mir ganz sicher“. Als „Kind des Kreises und der Kreisverwaltung“ habe er eine ganz besondere Beziehung zum Kreis und empfinde seine Nominierung als „echte Berufung“. Solle er seien Motivation in einem Satz zusammenfassen, sei das: „Einer von uns. Ich komme aus dem Kreis und bin für den Kreis da.“

Auch der noch amtierende Landrat Thomas Kubendorff sprach sich für Dr. Effing als möglichen Nachfolger aus. „Ich schätze seine Kompetenz und sein Engagement sehr. Ganz wichtig ist aber: Er ist mit dem Herzen dabei, wie ich auch.“

Effing kündigte bereits an, die Familienpolitik zu einem Schwerpunkt des Wahlkampfes und seiner künftigen Politik machen zu wollen. Die Arbeitsmarktpolitik und das Thema Digitalisierung seien weitere Hauptfelder seines Interesses und auch den „Naturkreis“ Steinfurt wolle er pflegen und ausbauen. Die kommenden Wochen und Monate werde er nutzen, um intensiv das Gespräch mit den Bürgern zu nutzen, kündigte er an.

Zur Person: Effing wurde im August 1968 in Emsdetten geboren, wo er heute auch wohnt. Er ist verheiratet mit seiner Ehefrau Susanne, Vater einer Tochter (Anne, 15 Jahre) und eines Sohnes (Peter, 14 Jahre). Von 1968 bis 89 machte er eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten beim Kreis Steinfurt, später schloss sich ein nebenberufliches Studium der Betriebswirtschaftslehre an, das er mit dem Diplom abschloss. Es folgte, ebenfalls neben beruflich, ein Studium „Öffentliches Management“ an der Universität Kassel und dort ebenfalls nebenberuflich die Dissertation zum Thema „Möglichkeiten zur Verbesserung der Effektivität des Handelns von Behörden vor dem Hintegrund der Theorie lernender Organisationen, untersucht am Beispiel der Arbeitsvermittlung in deutschen Optionskommunen“, die er 2011 mit „cum Laude“ abschloss. In seiner Freizeit treibt Effing gerne Sport, vor allem Laufen und Basketball.

 

Westfälische Nachrichten: „Remmel muss Zahlen erklären“

Westfälische Nachrichten: „Remmel muss Zahlen erklären“

Lebensmittelkontrolle: Schulze Föcking kritisiert Landesregierung

Kreis Steinfurt – Seit Wochen sorgt eine von der Landesregierung vorgelegte Studie zu amtlichen Kontrollen bei der Lebensmittelüberwachung für erhebliche Irritationen, da die Landesregierung gegenüber den Beteiligten die Plausibilität der Zahlen nicht zweifelsfrei belegen kann.

Die CDU-Landtagsabgeordnete Christina Schulze Föcking hat dies zum Anlass genommen, mit den Verantwortlichen im Kreis zu sprechen, um deren Einschätzung zu erfahren.

Die Äußerungen von Landrat Thomas Kubendorff in dieser Frage seien unmissverständlich, meint Schulze Föcking: „Der Kreis Steinfurt wehrt sich gegen die vom Land erhobenen Zahlen, die die Verlagerung begründen sollen“.

Das unterstellte Personaldefizit beim Kreis Steinfurt sowie der unzureichende Erfüllungsgrad bei Betriebskontrollen sei „künstlich herbeigerechnet“ worden. Bei der Ermittlung des Personalbedarfs sei es zu doppelten Zählung von über 600 Kontrollen gekommen. Allein aus dieser Doppelzählung ergebe sich das Personaldefizit.

Aber nicht nur im Personalbereich, auch bei den Betriebskontrollen gebe es Ungereimtheiten. „Die Zahlen geben die Wirklichkeit nicht wieder. Im Bereich der Betriebskontrollen sind Betriebe, die keine lebensmittelhygienische Relevanz besitzen – wie etwa Parfümerien und Apotheken – , aus fachlich nicht nachvollziehbaren Gründen in die Berechnung mit einbezogen worden. Die Kontrollzahlen sind so von vornherein viel zu hoch angesetzt worden“, erklärt Dr. Christoph Brundiers, Leiter des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes des Kreises Steinfurt.

Der Kreis Steinfurt beschäftigt gegenwärtig in der Lebensmittelüberwachung drei Tierärzte, zehn Lebensmittelkontrolleure und Fachassistenten und drei Verwaltungsmitarbeiter.

„Das Land hat für uns ein Defizit von 2,5 Stellen berechnet“, so Dr. Brundiers. Bei der Berechnung seien allerdings so genannte anlassbezogene Kontrolltätigkeiten doppelt gezählt worden.

Eine Berechnung des Landkreistages mit derselben Berechnungsmethode – allerdings ohne die Doppelerfassung – komme zu dem Ergebnis, dass der Personalbestand in der Lebensmittelüberwachung im Kreis Steinfurt ausreichend ist.

Brundiers betont: „Für eine Änderung der Zuständigkeit gibt es überhaupt keinen Bedarf.“ Im Gegenteil: „Wenn Teile der Lebensmittelüberwachung zentralisiert werden, dann geht ganz viel Ortskenntnis und Know-how, das die Kreise in Jahrzehnten angesammelt haben, verloren. Das wäre kein guter Beitrag zur Lebensmittelsicherheit.“

Für Schulze Föcking ist klar: „Minister Remmel muss seine Zahlen erklären. Die Schlussfolgerungen, die er daraus zieht, sind für den Kreis Steinfurt falsch“.

Das Thema ist heute auch Gegenstand im zuständigen Landtagsausschuss.

Christina Schulze Föcking MdL bei Kreisverwaltung –  Zahlen zur Lebensmittelüberwachung im Kreis Steinfurt falsch

Christina Schulze Föcking MdL bei Kreisverwaltung – Zahlen zur Lebensmittelüberwachung im Kreis Steinfurt falsch

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Kreis Steinfurt. Seit Wochen sorgt eine von der Landesregierung vorgelegte Studie zu amtlichen Kontrollen bei der Lebensmittelüberwachung für erhebliche Irritationen, da die Landesregierung gegenüber den Beteiligten die Plausibilität der Zahlen nicht zweifelsfrei belegen kann.

Die Landtagsabgeordnete Christina Schulze Föcking MdL hat dies zum Anlass genommen und mit den Verantwortlichen im Kreis gesprochen, um deren Einschätzung zu erfahren.

Die Äußerungen von Landrat Kubendorff in dieser Frage sind unmissverständlich: „Der Kreis Steinfurt wehrt sich gegen die vom Land erhobenen Zahlen, die die Verlagerung begründen sollen“.

Das unterstellte Personaldefizit beim Kreis Steinfurt sowie der unzureichende Erfüllungsgrad bei Betriebskontrollen sei „künstlich herbeigerechnet“ worden. Bei der Ermittlung des Personalbedarfs kam es zu doppelten Zählung von über 600 Kontrollen. Allein aus dieser Doppelzählung ergibt sich das Personaldefizit.

Aber nicht nur im Personalbereich, auch bei den Betriebskontrollen gibt es Ungereimtheiten. „Die Zahlen geben die Wirklichkeit nicht wieder. Im Bereich der Betriebskontrollen sind Betriebe, die keine lebensmittelhygienische Relevanz besitzen – wie etwa Parfümerien und Apotheken -, aus fachlich nicht nachvollziehbaren Gründen in die Berechnung mit einbezogen worden. Die Kontrollzahlen sind so von vornherein viel zu hoch angesetzt worden“, erklärt Dr. Christoph Brundiers, Leiter des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes des Kreises Steinfurt.

Der Kreis Steinfurt beschäftigt gegenwärtig in der Lebensmittelüberwachung drei Tierärzte, zehn Lebensmittelkontrolleure und Fachassistenten und drei Verwaltungsmitarbeiter.

„Das Land hat für uns ein Defizit von 2,5 Stellen berechnet“, so Dr. Brundiers. Bei der Berechnung seien allerdings sogenannte anlassbezogene Kontrolltätigkeiten doppelt gezählt worden.

Eine Berechnung des Landkreistages mit derselben Berechnungsmethode – allerdings ohne die Doppelerfassung – kommt zu dem Ergebnis, dass der Personalbestand in der Lebensmittelüberwachung im Kreis Steinfurt ausreichend ist.

Dr. Christoph Brundiers betont: „Für eine Änderung der Zuständigkeit gibt es überhaupt keinen Bedarf.“ Im Gegenteil: „Wenn Teile der Lebensmittelüberwachung zentralisiert werden, dann geht ganz viel Ortskenntnis und Know-how, das die Kreise in Jahrzehnten angesammelt haben, verloren.“ Das wäre kein guter Beitrag zur Lebensmittelsicherheit.“

Für Christina Schulze Föcking MdL ist nach Ihrem Besuch beim Kreis daher klar: „Minister Remmel muss seine Zahlen erklären. Die Schlussfolgerungen und Rückschlüsse, die er daraus zieht, sind für den Kreis Steinfurt falsch“.

Das Thema ist am Mittwoch auch Gegenstand im zuständigen Landtagsausschuss.

CDU Agrarausschuss gibt Schulze Föcking Rückenwind

CDU Agrarausschuss gibt Schulze Föcking Rückenwind

Landtagsabgeordnete aus Burgsteinfurt soll weiter Vorsitzende des CDU-Landesagrarausschusses bleiben

Mitgliederversammlung Kreisagrarausschuss Steinfurt

Kräftigen Rückenwind für Christina Schulze Föcking und eine klare Absage an Schwarz-Grün gab es bei der Mitgliederversammlung des CDU-Kreisagrarausschusses. Zu dieser hatte der Vorsitzende Achim Rietmann am Dienstag vergangener Woche in das Gasthaus Ruhmöller nach Saerbeck geladen. Mit Christina Schulze Föcking und Landrat Thomas Kubendorff konnte man zwei Referenten gewinnen, die in der Diskussion über Herausforderungen für den Berufsstand und aktuelle agrarpolitische Debatten überzeugten. Kräftigen Rückenwind von ihren Berufskollegen erhielt dabei Christina Schulze Föcking, die von der Versammlung einstimmig zur Wiederwahl als Landesvorsitzende des CDU Agrarausschusses nominiert wurde. Seit 2011 hat die 36-jährige Burgsteinfurterin diese Position inne und vertritt somit die Interessen der CDU-Landwirte auch im CDU-Landesvorstand. Die Neuwahl des Landesvorstandes steht am 23. November auf der Tagesordnung der Landesdelegiertenkonferenz des Agrarausschusses in Jülich.

Ebenso klar wie das Votum für Schulze Föcking fiel die Absage an eine, in den ersten Wochen nach der Bundestagswahl diskutierte, Schwarz-Grüne-Koalition aus. Auch Schulze Föcking zeigte sich erleichtert darüber, dass eine solche Konstellation mit Aufnahme der Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und SPD nun vom Tisch ist. „In Teilbereichen mag es durchaus Annährungen geben, aber in wesentlichen Politikfeldern und vor allem in der Agrarpolitik kommen wir mit grünen Ideologien nicht auf einen Nenner“, so die Landtagsabgeordnete.

Kubendorff, der als Chef der Kreisverwaltung mit seiner Behörde für unterschiedliche Bereiche der Landwirtschaft zuständig ist, unterstrich in seinem Vortrag zunächst die wirtschaftliche Bedeutung der Landwirtschaft für den Kreis Steinfurt. So stellten landwirtschaftliche Betriebe mit einer Wertschöpfung in dreistelliger Millionenhöhe und Arbeitsplätzen im fünfstelligen Bereich nach wie vor eine wesentliche Stütze des hiesigen Wirtschaftsstandortes dar. Insbesondere in den Zeiten der Wirtschaftskrise war die Landwirtschaft im Kreis ein steter Wachstumsträger. „Die Landwirtschaft prägt nach wie vor unseren Kreis Steinfurt“, brachte es der Landrat auf den Punkt. Aus diesem Grund ist ihm der enge Kontakt zwischen der Kreisverwaltung und den Landwirten vor Ort wichtig. Auch in wesentlichen Bereichen wie etwa beim Straßenbau und der Energiewende, wo landwirtschaftliche Flächen von Baumaßnahmen oder als Ausgleichsflächen in großem Maße betroffen sind, setzt der Landrat auf die partnerschaftliche Kooperation mit der Landwirtschaft. Zustimmung erhielt Kubendorff für die Ankündigung, bei der Verbesserung der Verkehrswege in den kommenden Jahren den Schwerpunkt auf die Sanierung bestehender Straßen zu legen.

Schulze Föcking kündigte in diesem Zusammenhang an, dass das Thema Flächenverbrauch ein wesentlicher Schwerpunkt ihrer Arbeit in den kommenden Monaten sein wird. „Durch Kompensation verlieren wir landwirtschaftliche Fläche und der Druck vor Ort erhöht sich weiter. Bei der Planung von Ausgleichsmaßnahmen muss Augenmaß gehalten werden“, forderte die Landtagsabgeordnete.
Zum Abschluss danke sie ihren Berufskollegen für die gute Zusammenarbeit und die gezeigte Unterstützung. „Das gibt Rückenwind für unsere gemeinsame Arbeit in Düsseldorf“, sagte sie mit Blick auf die Auseinandersetzung mit der rot-grünen Landesregierung.